Traumzeitlogovogel In Memoriam Manfred Vogel

Manfred Vogel im Kunstverein Bild: Rothe, 29.07.2001


Bild: Rothe

Manfred Vogel ist im März diese Jahres plötzlich und unerwartet gestorben.

Tage zuvor hatten wir noch mit ihm an der Gestaltung des Programmbooklets gearbeitet, auch eine Ausstellung seiner aktuellen, durch eine Marokko-Reise inspirierten Bilder war im Rahmen des Festivals in der Planung.

Durch seine unverwechselbare künstlerische Handschrift gab Manfred Vogel der Traumzeit seit Jahren ein Gesicht. Sein Tod ist ein unersetzbarer Verlust für das Festival.

Manfred Vogel war nicht nur der vielleicht bedeutendste Duisburger Künstler seit Wilhelm Lehmbruck, er war zugleich ein Mann des Wortes, ein philosophischer Geist und ein vielfältig reflektierender Mensch. Auch seine wertvolle Kritik bei konzeptionellen Fragen der Gestaltung dieses Festivals wird uns schmerzlich fehlen. Dass sich dieser Künstler und charismatische Mann so eng mit der Traumzeit verband, hat uns immer wieder bestätigt und geehrt. Manfred Vogel hat uns ach so „aufgeklärte“ Zeitgenossen manchmal damit verwundert, dass er katholisch sozialisiert sei und viele seiner Werke religiöse Züge tragen.

So wird ihm der Glaube an ein weiteres Leben beim Hinübergehen hilfreich gewesen sein.

In unserer Erinnerung jedenfalls wird er weiterleben als kostbarer Freund. Dass wir eine Zeitspanne seines Lebens mit ihm teilen durften, war für uns alle ein unschätzbares Geschenk.

Wilfried Schaus-Sahm

Traumzeitlogovogel Titi Robin und Faiz Ali Faiz – Jaadu

Jaduu wurde vom künstlerischen Leiter des Traumzeit-Festivals, Wilfried Schaus-Sahm, 2008 als Auftragskomposition an Titi Robin vergeben und in Kooperation mit dem Festival St. Denis in Paris realisiert. Die Auftragswerk ist als CD erschienen.

„Leidenschaftliche Gypsy-Musik trifft auf mystische Ekstase. Eine Feier der grenzüberschreitenden Spiritualität: Thierry „Titi“ Robin wandelt zwischen der Musik der mediterranen Gitans, dem Flamenco Andalusiens, dem Netzwerk des Balkan und den Traditionen Rajasthans. Als Nachfolger des großen Qawwali-Virtuosen Nusrat Fateh Ali Khan gilt Faiz Ali Faiz, der mit seiner unfassbar flexiblen Stimme und seiner feinen Dynamik betört. In ihrem seelenvollen Gipfeltreffen „Jaadu“ („magisch“) feiern der kosmopolitische Franzose und der Mystiker aus dem pakistanischen Lahore die religiöse Ekstase der Sufis. Sehnsuchtsvolle Verse vergangener Jahrhunderte vereinen sich mit Oud, Rubab, Akkordeon, Basslaute und Englischhorn. Zum Weinen schöne, heilige Musik.“

Titi-Faiz_Louis-Vincent-3

Faiz Ali Faiz, Stimme | Titi Robin, Bouzouq, Robab und Gitarre

Karamat Ali Asad, Stimme und Harmonium | Francis Varis, Akkordeon

Kashif Ali, Stimme und Harmonium | Pascal “Kalou” Stalin, Gumbass

Ze Luis Nascimento, Percussion | Rizwan Ali, Tabla

Shahid Nadeem, Muhammad Arshad, Fayaz Hussain, Chor

 

Album:

Faiz Ali Faiz / Thierry Robin „Jaduu“

erschienen bei : Accords Croisés

Jaduu

Teaser: Ya Ali:

 

Live-Video:

faiz

https://www.youtube.com/watch?v=EtcNMPW74DM

 

 

 

Traumzeitlogovogel traumzeitfestival_logo2008

Das Programm des Traumzeit-Festivals 2008 (Künstlerische Leitung: Wilfried Schaus-Sahm)

Traumzeit Festival 2008:

Turtle Island Quartet

Ghazal

Brad Mehldau Trio

Bellowhead

Trabuco

Toto Bona Lokua

radio.string.quartet.vienna

John McLaughlin and the 4th Dimension

NoTango & Strings

Source Direct

Titi Robin – Faiz Ali Faiz and his Ensemble – JAADU (Auftragskomposition des Traumzeit-Festivals in Kooperation mit dem Festival Saint-Denis/Paris)

MUSIC FOR SILENT MOVIES – Hommage á Truffaut (Rita Marcotulli Ensemble)

Solomon Burke

 

JAM

Jazz in der Gebläsehalle (Künstlerische Leitung: Wilfried Schaus-Sahm)

Eine Veranstaltung des Jazzmusik-Fördervereins JAM im Auftrag der Internationalen Bauausstellung (IBA)

(Juni bis September 1994)

Programm:

Jan Garbarek Group

Tome XX

Willem Breuker – Han Bennink

Jimmy Giuffre – Paul Bley – Steve Swallow

John Taylor – John Surman

Mike Westbrook Trio

gebläsehalle
Plakat der ersten Konzertreihe im Landschaftspark-Duisburg-Nord

Publikum beim Konzert der Jan Garbarek Group in der maroden Kraftzentrale

Jimmy Giuffre – Paul Bley – Steve Swallow