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dr. susanne höper-kuhn, kunsthistorikerin, düsseldorf

Wilfried Schaus-Sahm gehört nicht zu jenen Menschen, die in einem geschlossenen Eisenbahnwagon sitzen und erst merken, dass dieser sich überhaupt bewegt, wenn er anhält oder losfährt. Er bewegt sich lieber selber mit allen Reibungen, die ein Lebensstrom von nunmehr 60 Jahren so bereithält, um das Chaos im eigenen Innern wie im Außen produktiv zu machen.
„Wieder und wieder musste ich einen Anlauf nehmen, aber irgendwann erschloss sich mir dieses „Hurengebräu". Von dem Moment an stand das Tor zu einer neuen Welt für mich offen und ich konnte mit Feuereifer nicht nur durch die Jazzgeschichte streifen, sondern fand Gefallen an afrikanischen Polyrhythmen oder Neutönern wie John Cage, Luc Ferrari, Luciano Berio.“ so Schaus-Sahm in der WAZ vom 10. März 2007, retrospektiv zu „Bitches Brew“ von Miles Davis. Ein Schulfreund hatte ihm 1970 mit einer LP von Davis über den Split der Beatles hinwegtrösten wollen. „Bitches Brew“, ein Chaos von zuweilen drei gleichzeitig spielenden Klavieren und drei Schlagzeugern, die in gegenläufigen Rhythmen spielten, verstand sich als Fusion von Rock- und Jazzelementen.

Ein ähnliches Tor zu einer neuen Welt muss Schaus-Sahm wohl ein zweites Mal aufgestoßen haben als er sich vor 20 Jahren an die Staffelei setzte und seither mit eben demselben Feuereifer sein Glück und seine Verzweiflung ohne ablenkende Motive in seinen Gemälden und Collagen, Grafiken und Fotografien zum Ausdruck bringt. Und auch ist es kein Zufall, dass seine Bilder voller Bewegung sind, dynamische Rhythmen setzt er gegen die Leere und wird so selbst zum Navigator seiner abstrakten Kompositionen, zum Dirigenten, der statt des Taktstocks den Pinsel in der Hand hält. Es ist eine leidenschaftliche und temperamentvolle Malerei, die sich allein aus der Bewegung und Gestik speist, die sein Körper in einem konkreten malerischen Prozess des Zusammenfügens und Auseinanderfallenlassens, des Werdens und Vergehens bestimmt.

Bisher kannte ich den Namen Schaus-Sahm immer nur in Verbindung mit dem „Taumzeit“-Festival. Der Germanist, Philosoph und Kunsthistoriker, der in Aachen und Freiburg studierte, hat seit 1997 als Begründer und künstlerischer Leiter des Musikfestivals Duisburg als Sommer-Festivalstadt der Musik und Kunst international bekannt gemacht. 2008 legte er sein Amt nieder, konsequent und kompromisslos, weil ihm die politischen Einflüsse zu Lasten der Qualität des künstlerischen Konzepts zu bestimmend wurden. Nach seiner Amtsniederlegung gab sich die Politik denn auch „Beredt sprachlos“, um hier den Titel des Gedichtbands, den der Künstler herausgab, zu zitieren.

Was ich bis zu dem Atelierbesuch nicht wusste:„Traumzeit“ war nur eine Facette seines Lebens. In Anbetracht des erstaunlichen Querschnitts aus 20 Jahren seines bildnerischen Schaffens nähern wir uns ihm als Künstlerpersönlichkeit, der seine Kunst in der Tat mit „Feuereifer“ betreibt.
Und wir sehen nicht nur in der Fülle der Formen und Ausdrucksmöglichkeiten, sondern auch in der Qualität seiner Arbeit, dass da jemand ist, der mit verve seinen eigenen künstlerischen Weg geht, unangetastet vom Schubladendenken kunsthistorischer Kategorisierungen. Er ist ein Conesseur der Kunstgeschichte, der auch aus dem reichen Material dieser Wissenschaft schöpft, aber mehr in Hinblick auf ein die „Kunst leben“, als ein „Kunst verkopfen“. Einen Verbündeten fand er in dem Duisburger Maler Prof. Manfred Vogel, der im letzten Jahr unerwartet verstarb, den er nicht nur als künstlerischen Mentor schätzte, sondern auch als Freund.
 Was ist nun das Besondere an diesem Ausschnitt aus 20 Jahren des künstlerischen Schaffens,? Eine Antwort könnte sein, dass die Arbeiten auf empathische, teils kritisch-humorvolle Art romantische Motive wie Melancholie und Sehnsucht und Methoden wie das Fragmentarische, das Ephemere und das Prozesshafte ins Spiel bringen. So durchkreuzen sie den allgemein bekannten Gegensatz von romantischer Innerlichkeit und konzeptueller Rationalität, sozusagen eine Fusion scheinbar gegenläufiger Rhythmen in einer Gesamtkomposition.
Eine andere Antwort könnte sein: Er schöpft aus dem Wissen des philosophischen Seins und fügt dieses in seinen künstlerischen Kosmos als natürliche und spirituelle Ordnung ein. Er befragt die Bildlichkeit und Abbildlichkeit des Sehens und des Gesehenen in einer Art Feldforschungsstudie zur Wahrnehmungsphysiologie und -psychologie und das in einer Welt, die sich von Bildern aus den Medien überschwemmt sieht.
Das machen viele Künstler. Schaus-Sahm macht es aber anders: Er zeigt uns in seinen Gemälden, Collagen und Fotografien nämlich solche Teile der Wahrheit, die am nächsten die Wirkung des Ganzen hervorbringen. In der Tat eine Kunst, die uns wie durch Zauber mitten in eine Welt von Zeichen versetzt, eine Ansicht der Dinge, der Hoffnungen und Befürchtungen in dem rechteckigen Ausschnitt eines Bilderrahmens, die uns ad occuli wie in ein gegenwärtig Geschehendes hinein führt. Er ist jedoch kein Grübler, der über dem inneren Zusammenhang von Ereignissen brütete, welche letztlich die Geschichte bilden und trachtet auch nicht danach, diese zu einem Wissen verknüpfen zu wollen, sondern alles ist vielmehr da, in seiner künstlerischen Vergegenwärtigung von urwüchsiger malerischer Kraft.
Die titellosen Arbeiten, die in den frühen Jahren noch in lebensvoller Farbigkeit figurativ daherkamen, werden zunehmend von collagierten, spielerisch experimentellen Abstraktionen abgelöst. Der Künstler scheut nicht die Konsequenzen seines Vorgehens. Seine Gemälde sind vielschichtig: Linienverknüpfungen, Schraffuren, Ablösungen. Das malerische Element überwiegt und fügt sich zu bewegten abstrakten Seelen-Landschaften zusammen, in denen der Betrachter Zeichen, Fragmente von eincollagierten Alltagsmaterialien, offene und geschlossene Formen und Flächen erkennt. Es gibt Linien in diesen „Landschaften“, welche in solchen Beziehungen zueinander stehen, dass sie entweder in ein Gemälde gebracht oder aber bewusst ausgelassen werden.
 Es leuchtet ein, wie gefährlich diese Methode für einen Künstler sein kann, denn eine solche Auslassung könnte auch subjektive Beliebigkeit bedeuten, lebendigste Individualisierung, die nicht nach dem Dialog sucht, sondern nach hermetischer Introversion. Doch das ist nicht das Interesse von Wilfried Schaus-Sahm. Vielmehr steht sein künstlerisches Finden in seiner Formensprache aus bewusster Reduktion für diesen Dialog als der natürlichsten Art und Weise, seine Bildinhalte dem Betrachter mitzuteilen.
In seinen frühen Arbeiten bedient er sich immer wieder der Collage-Technik, die sich letztlich durch sein gesamtes Werk zieht. Anfänglich finden sich collagierte Alltagsmaterialien wie Wellpappe, Tapetenreste, Fragmente von Papiertragetaschen etwa in seinen Gemälden, mit denen er eine Oberflächenstruktur für sein Ausdrucksanliegen schafft. Später verselbständigt sich diese Technik zu einem spielerischen Sampling unabhängig voneinander entstandener Arbeiten, nicht den Funken der Poesie vergessend, „als systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer augenscheinlich dazu ungeeigneten Ebene“, wie es Max Ernst 1962 formulierte.
Mit dem Sampling, einem hier von mir bewusst der Musiktheorie entliehenem Begriff, sind hier insbesondere die schmalen, stelenartigen Gemälde angesprochen, die er nach den Bedingungen des Raums, nach ästhetischen oder inhaltlichen Gesichtspunkten arrangiert. Allein in dem Zuordnen liegt ein enorm kreativer Prozess mit unendlichen Variationen von Möglichkeiten, um das Einzelne dennoch in den Sinn eines Ganzen zu überführen. Die Elemente von unterschiedlicher farblicher Tonalität und Vehemenz des Farbauftrags werden der Gesamtkomposition als sozusagen Töne oder Geräusche beigemischt.
Neben die Zeichnung, die Malerei setzt er die Fotografie, augenscheinlichen Bildern aus der Wirklichkeit, die bei ihm gedankliche Assoziationsketten freisetzen als Grunderfahrung des Begreifens. Er stellt die Frage nach der geistigen Genese, deren Anfang eine allgemeine Orientierung ist, aus der sich universale Begriffe und Zeichen ergeben, die als solche, unabhängig von der Sozialisation des Betrachters, „lesbar“ werden können in einer archetypischen Bilderschrift. Eine Bild-Schrift, die in einer Schwebelage zwischen Abstraktion, nichtnaturalistischer Gegenständlichkeit, teils auch phantastischer ,teils ornamental gebundener Figürlichkeit als ein Spiel mit den Facetten unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit aufscheint.
Dieses Spiel mit Fragmenten der Wirklichkeitswahrnehmung setzt Schaus-Sahm fort, indem er kleinformatige Zeichnungen, die ad hoc und spontan entstehen, Ausschnitte eigener Gemälde, u. ä. in Tableaus anordnet, die aus CD-Hüllen bestehen - wie bei einem Drucker, der die Lettern in seinem Setzkasten anordnet, fügt sich nun wiederum das Einzelne zum Ganzen in einer geordneten Struktur, zu einer „Weltanschauung“, in einer Art Assoziagramm, auch mindmap genannt. Die Tableaus dürfen als solche bezeichnet werden, dienen sie doch der Erschließung und der visuellen Darstellung eines Themengebiets bzw. einer Ideensammlung, oder erscheinen gar wie Mitschriften.
Nach dem Prinzip der Assoziation hilft eine mindmap, Gedanken frei zu entfalten und die Fähigkeiten des Gehirns zu nutzen. Wie funktioniert das bei Schaus-Sahm? Zumeist findet sich in der Mitte der Tableaus das zentrale Thema in Form eines Bildes, entsprechend etwa der Kapitelüberschrift eines Buches. Daran schließen sich die Hauptlinien mit organischen dick oder dünn auslaufenden Hauptlinien an, die jeweils für einen Schlüsselbegriff verwendet werden. Daran setzt Schaus-Sahm dünner werdende Zweige an und, unter Verwendung von Buchstaben ähnlichen Zeichen, eine zweite und dritte, sowie weitere Gedankenebenen, sozusagen Unterkapitel. Bildelemente oder persönliche Codes ermöglichen es nun Querverbindungen herzustellen. Die Assoziagramme von Schaus-Sahm sind mit viel Kreativität und zuweilen humorvoll umgesetzt. Wesentlich ist festzustellen, dass das Assoziagramm beendet ist, wenn es der Künstler beschließt – theoretisch könnte es ins uferlose wuchern, wie die Reihungen an den Wänden andeuten – und theoretisch kann natürlich jedes enthaltene Bild und Zeichen Mittelpunkt eines neuen Tableaus werden, da die assoziativen Fähigkeiten unbegrenzt groß sind, also mit Anfang aber ohne Ende.
Schaus-Sahm geht konsequent seinen künstlerischen Weg von einer von Farbinseln in Chiffren informeller Struktur- und Texturgebung gebundenen Malerei hin zu einer Ausdrucksform, die zwar an die Zeichenhaftigkeit des Vorherigen anknüpft, durch die Assoziagramme hindurch, nun durch Auslassungen umso stärker, konfrontierender aufscheint. Beim Schwarz-weiß-Bild konzentriert sich das Sehen auf das Zeichen, die Linie, die Form, ohne ablenkende Umwege, und setzt es dem Ansturm unserer farbigen Bildwelt entgegen. Ungewöhnlich die Rahmung. Die Leinwände auf Keilrahmen aufgezogen, setzt er in eine Art verglaster Schaukästen, zu interpretieren als eine Erweiterungsform der Rahmung kleinformatiger Arbeiten in CD-Hüllen.

Ausgehend von der Suche des Künstlers nach einer Verschriftlichung von Wirklichkeit mit den Mitteln der bildenden Kunst erscheint in seinem Gesamtwerk die Fotografie als notwendiges Pendant zur Malerei. Oder, um mit Walter Benjamin zu sprechen: „Nicht der Schrift-, sondern der Fotografie-Unkundige wird der Analphabet der Zukunft sein“. (aus: Kleine Geschichte der Photographie). In einem selektiven Wahrnehmungsverfahren fotografiert Schaus-Sahm Ausschnitte der Wirklichkeit. Direkt und unmittelbar konfrontiert er uns mit dem Augenblick, ohne sich dabei der Montage oder der digitalen Bearbeitung dieser Fotos zu bedienen und führt somit sein künstlerisches Schaffen auf ein Element zurück: auf das Aufleuchten der Wirklichkeit im Augenblick des Sehens als Wahrnehmung der Möglichkeiten unserer Existenz.

dr. susanne höper-kuhn, kunsthistorikerin, düsseldorf

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cornelia brüninghaus-knubel pensum - wilfried schaus-sahm
rede zur ausstellungseröffnung in der galerie rheinhausen 22.01.2011

cornelia brüninghaus-knubel , museumspädagogin, essen

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Rudolf Arnheim hat künstlerische Arbeit so beschrieben: „Die Kunst ist kein Betätigungsfeld für entspannte Leute. Die Reichtümer der Seele müssen durch bewusste und unbewusste Disziplin in eine organisierte Form gebracht werden und dadurch bedarf es einer Anstrengung der Konzentration.“

Das nennt Schaus-Sahm in dieser Ausstellung „Pensum“, sein Tagewerk - und gibt uns mit diesem Wort schon zu bedenken, dass eine gewisse Handwerklichkeit, ein stetiges Tun im Spiel ist. Schaus-Sahm erzählt z.B. auch gern von seinem Namen, der eine altdeutsch-dialektale Form von „Schuster“ sei.

„Kopf und Hand sind verwand“ so heißt ein Bild von Manfred Vogel, der für Schaus-Sahm eine wichtige Bezugsperson wurde, Dialogpartner, Mentor und Unterstützer bei der Malerei - nicht nur in „Traumzeiten“- und dieser Titel könnte auch über den Werken von Schaus-Sahm stehen.
Auge und Ohr – diese beiden im Kopf angesiedelten Sinnesorgane – sind für ihn eminent wichtig. Seine visuelle Wahrnehmung der Welt - die Augenreize, die Wahrnehmungsreize - führen zum Aufheben, zum Behalten, zum Auswählen. Zufällig gefundene, gleichsam ent-deckte Materialien, Formen, Motive werden zu vielfältigen Anlässen und Ausgangspunkten für Bilder, und vielleicht entstehen auch auf diese Art seine Wortbilder, die wir in der Lesung seiner Gedichte soeben erleben durften.
Das können Schnipsel aus der Warenwelt wie aus der digitalen Welt sein, Bilder jeglicher Art, Zeichen und Spuren von Eigenem oder Fremdem, Rätselhaftes oder Banales.
Immer begleitet und inspiriert von Musik bearbeitet Schaus-Sahm das alles mir seiner Handschrift als Maler: hier kommt die Hand-Arbeit ins Spiel,
im weitesten Sinne, auch ohne Scheu vor zeitgenössischen technischen Reproduktionsmethoden: sei es, dass er das i-pod nutzt, um spontan Fotografie und digitales Malen zu verbinden, oder seien es die digitalen Prozesse, auf deren Basis Tuschezeichnungen entstanden sind.
Das alles muss jedoch einen gewissen Reiz für den Künstler auslösen, damit es aufgegriffen wird – intuitiv – assoziativ, von einem irgendwie persönlichen oder intellektuellen Interesse geleitet oder ganz vom Bildnerisch–Visuellen ausgehend, um dann in einer Art écriture automatique weiter bearbeitet zu werden. Manchmal verschwindet der Ausgangspunkt fast unter dem Weitermalen. Schichten überlagern sich ganz konkret als Farbe oder Collagematerial, und das ist auch für den Betrachter sichtbar, der auf diese Weise gleichsam an diesem Arbeits-Prozess teilnimmt, indem er ihn in der Betrachtung nachvollzieht.
Charakteristisch sind die Aufteilungen im Bild, in denen Einzelelemente zu neuen Ordnungen und Gewichtungen malerisch zusammen gefasst werden:
Abschnitte, Absätze wie bei einem Layout, unterschiedliche Formen- und Texturkomplexe zusammenstellend, nebeneinander, gegeneinander, überlagernd. Scheinbar willkürlich, aber doch von einer inneren visuellen Logik. Wie zufällig und improvisiert auch immer seine Bildfindungen zustande kommen, hier greift das, was Arnheim über die „unbewusste Disziplin“ und die „organisierte Form“ gesagt hat.
Überhaupt: das Ordnen.
Wenn die freie gestische Malerei, das Kritzeln, die kalligrafischen Elemente, der offene Ausgang des Mal-Prozesses die eine Seite seiner Kunst ist,
dann ist da auf der anderen Seite auch noch die freiwillige Beschränkung auf ganz bestimmte Formate, seien es die schmalen Hochformate oder die Quadrate der CD-Hüllen. Mit denen wird allerdings gespielt und variiert, komponiert und in immer wieder anderen Kombinationen neu formuliert. Dabei entstehen Tableaus – wie z.B. die große, 10 Meter breite Komposition, reduziert auf Schwarz-Weiß, der Schaus-Sahm ausnahmsweise einen Titel gegeben hat: Live at the Code Bar: ein Spiel mit Worten und damit Bedeutungen. Als visuelles Ausgangsmaterial haben ihn Barcodes –Strichcodes- interessiert und da ihn beim Malen dieser Bilderserie ausschließlich Musik von Joachim Kühn akustisch begleitet hat, wurde das Ganze dann zu einem schöpferischen Event, der sozusagen live in der Code Bar stattfand – so wie Jazzmusiker oft ihre Produktionen nennen, die an bestimmten Orten aufgezeichnet wurden. Seltsamerweise gibt es in Mackay im australischen Queensland wirklich eine Bar mit dem Namen – vielleicht könnte dies wiederum zu einer Kette von Assoziationen führen, die in der Völklinger Straße in Walsum zu neuem malerischen Weiterspinnen Anlass geben.

cornelia brüninghaus-knube
cornelia brüninghaus-knubel war bis 2007 mehr als 20 jahre lang museumspädagogin im duisburger wilhelm lehmbruck museum und erhielt für ihre verdienste die mercator-ehrennadel der stadt duisburg. cornelia brüninghaus-knubel hat zahlreiche eigene publikationen verfasst und arbeitet heute konzeptionell für museen und im rahmen von lehraufträgen an hochschulen.

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